Liebe Heliandfrauen!
Ich dürfte keine Zeitung lesen, keine Nachrichten hören;
ich müsste meine Augen und Ohren verschließen,
blind und taub sein,
wenn ich hier ganz einfach
einen fröhlichen Neujahrswunsch zu Papier brächte.
Zu unberechenbar
Zu bedrohlich
Zu machtbesessen
Zu rücksichtlos
Zu eigensüchtig
Ist das Handeln derjenigen,
die das Weltgeschehen beherrschen.
Und doch wünsche ich
Euch und mir, dass das neue Jahr uns überraschen möge.
Dass es doch freundlicher,
friedlicher,
respektvoller,
ruhiger,
heller wird, als es gerade vorstellbar ist.
Ich setze da nicht auf die Mächtigen dieser Welt,
ich hoffe auf diejenigen, die ein ganz normales Leben,
einen Alltag wie wir alle einen haben.
Ich hoffe darauf, dass es uns gelingt,
wohlwollend miteinander und auch mit uns selbst zu sein.
mutig gegen Unrecht einzutreten,
großherzig den Neuanfang wagen, wenn etwas zerbrochen scheint,
unsere eigenen Interessen zu vertreten
ohne die unseres Gegenübers zu missachten.
Diese Hoffnung ist stärker als meine Angst und meine Wut,
Sie schenkt mir Zuversicht,
so wünsche ich uns ein gutes neues Jahr!
Eure Ulla Kamps-Blass, geistliche Begleiterin des HELIAND – Kreis Katholischer Frauen
Last modified: 26. Januar 2026